Rettet den Barnstorfer Wald

Auslegung des Bebauungsplans (B-Plan) – Fehlanzeige!

„Schaffen für die Affen“ hiess das Motto einer jahrelangen Spendenaktion des Zoos. Wer bemitleidete den alten Gorilla-Mann und die inzwischen vierköpfige Orang-Utan-Familie in ihren Käfigen nicht? Auch zahlreiche Mitglieder der Bürgerinitiative haben gespendet, um den fünf Menschenaffen eine artgerechtere Unterbringung zu ermöglichen.

Über die Dimensionen des Projekts waren sich viele Bürger aber nicht im Klaren.Das mittlerweile 26,9 Millionen Euro teure „Darwineum“ wurde  im vergangenen Jahr in verschiedenen Medien präsentiert. Die in der Presse kursierende Grafik zeigte jedoch bei Weitem nicht das eigentliche Ausßmaß des künftig vom Zoo zu nutzenden Geländes. Auch auf der Homepage des Zoos gab es über die wahren Größenverhältnisse keine Information.

Auf die öffentliche Auslegung eines Bebauungsplanes, die im Rahmen solch großer Projekte eigentlich selbstverständlich sein sollte, warteten interessierte Bürger vergeblich. Dieser Plan existiert nicht.  Dabei soll mit Bebauungsplänen sichergestellt werden, dass bei der Planung alle Belange und Probleme sorgfältig erfasst bzw. erkannt und gerecht abgewogen werden. Vor allem die umfassende Beteiligung aller Betroffener und der Öffentlichkeit soll damit sichergestellt werden.

Die Stadt Rostock und der Zoo bedienten sich §35 Baugesetzbuch (Bauen im Aussenbereich), verzichteten unter Berufung darauf auf eine Bebauungsplan und umgingen somit, dass das bauliche Vorhaben öffentlich ausgelegt hätte werden müssen.

Dafür verweist die Stadtverwaltung interessierte Bürger auf einen Flächennutzungsplan von 2007. Im Gegensatz zum Bebauungsplan kann dieser aber keine unmittelbare rechtliche Wirkung gegenüber dem Bürger entfalten.  Im Bürgerinformationssystem der Hansestadt Rostock (zum Bürgerinformationssystem) wird man auf der Suche nach dem Flächennutzungsplan für das Darwineumgelände leider nach wie vor nicht fündig.

Der Kritik, wir wären zu spät mit unseren Forderungen, stellen wir die fehlende Transparenz und die schlechte Informationspolitik der Stadt und des Zoos entgegen: Hätten die Stadt und/oder der Zoo frühzeitig und umfassend kommuniziert, dass für den Bau der Menschaffenanlage, bzw. des Museums “Darwineum” der halbe Barnstorfer Wald eingezäunt und ein Hektar Wald gerodet wird und wie hoch die Kosten werden, hätte es unseren Protest auch schon Jahre früher gegeben. Wir haben gelernt: Gern möchten wir erfahren, wie die weiteren Pläne des Zoos für den Rest des westlichen Barnstorfer Waldes aussehen. Bislang hat man uns aber die Einsicht in den Nutzungsplan 2020 verwehrt. Womöglich befürchten Stadt und Zoo rechtzeitige Bürgerkritik?

Die einzige Information zu weiteren Plänen des Zoos kann man beim Warnow-Kurier vom 11.02.2011 finden.

 

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